Chlausturnier 2010
Das diesjährige Chlausturnier fand ausnahmsweise mal an einem Sonntag statt, dem 5.12.2010. Am Samstag war die Halle nämlich von Faustballspielern besetzt. Für das Turnier meldeten sich leider einige Top-Spieler kurzfristig wieder ab, zum Beispiel Andy oder Hanspeter und einige Titelfavoriten, wie Dani, Bernd oder Sandro hatten sich nicht angemeldet. Dafür entschied sich mit Martin Günthardt ein gefährlicher Oberrohrdorf-Spieler kurzfristig für eine Teilnahme am Brugger Kult-Turnier. Schliesslich waren wir 15 Spieler, „das passt genau für drei 5er-Gruppen!“, meinte Wädi, der Turnierorganisator, als er um 10:30 Uhr das Turnier eröffnete. Wädi hatte sich für dieses Mal ein ganz ausgeklügeltes Klassierungssystem ausgedacht: Um einige unterklassierte Wiedereinsteiger im Tischtennis nicht zu sehr zu bevorzugen, setzte Wädi den Schnitt aus der Klassierung auf der Lizenz und derjenigen im Internet als aktuelle Klassierung für jeden Spieler.
Die Gruppeneinteilung war wie folgt:
1. Gruppe: Beni C8, André C6, Ramon D4, Ulrich D1, Tobias D1
2. Gruppe: Simi C10, Stangl C7, Luca D3, Wädi D2, Rolf D1
3. Gruppe: Raffi C9, Matthias C6, Marcello D5, Magu D3, Hansjörg D2
In der ersten Gruppe konnte sich Beni mit 4 Siegen und seiner neuen Aufschlagtechnik klar vor Ramon, André und Tobias durchsetzen. Für Ulrich war nach dem Gruppenspiel leider schon Endstation. In der zweiten Gruppe setzte sich Stangl (nach anfänglichen Schwierigkeiten, da er eine fast schlaflose Nacht hinter sich hatte) ebenfalls ohne Niederlage durch. Zweiter wurde Simi, dann Luca und Wädi (die gedroht hatten, alle Erstliga-Spieler aus dem Turnier zu werfen), Rolf schied leider aus. In der dritten Gruppe konnte ich mich knapp vor Marcello (im 5. Satz 12:10) durchsetzen. Gruppendritter wurde Matthias, gegen den ich trotz einem 7:1-Rückstand im 5. Satz noch hauchdünn und mit vielen Netzbällen gewinnen konnte. Vierter wurde Magu und fünfter Hansjörg, für den das Turnier ebenfalls schon nach dem ersten Gruppenspiel zu Ende war.
Die vier ersten jeder Gruppe wurden nun in vier 3er-Gruppen aufgeteilt:
Beni, Marcello, Luca
Simi, Ramon, Magu
Stangl, Matthias, Tobias
Raffi, André, Wädi
Die ersten zwei jeder Gruppe kamen weiter in die Viertelfinals:
1. Viertelfinal: Beni – Stangl (Beni erlitt seine erste Niederlage gegen Marcello und traf auf den bisher unbesiegten Stangl).
2. Viertelfinal: Marcello – Matthias (der Gruppenzweite Matthias wollte ein Revanche für die Niederlage in der ersten Gruppenphase gegen den starken Marcello).
3. Viertelfinal: Raffi – Magu (Ich konnte mich trotz den Drohungen des 4.-Ligaspielers Wädi als 1.-Ligaspieler in meiner Gruppe durchsetzen und traf auf den berüchtigten Oberrohrdorfer Magu, der sich in einem starken Spiel gegen Ramon durchgesetzt hatte).
4. Viertelfinal: Simi – André (Simi setzte sich in seiner Gruppe souverän durch und traf auf André, der nur Zweiter wurde, obwohl er gegen mich 2:0 in Sätzen geführt hatte)
Im 1. Viertelfinal konnte sich Stangl klar gegen Beni durchsetzen, der seiner Regel „nur kurze Aufschläge“ treu geblieben war, damit aber keine Chance gegen den Titelverteidiger Stangl hatte.
Im zweiten Viertelfinal gewann Marcello gegen Matthias.
Das dritte Viertelfinalspiel konnte ich für mich entscheiden. Der „Caramba-Oberordorfer“ konnte seine Chancen nicht nutzen und somit war die Gefahr eines auswärtigen Chlauses gebannt.
Der 4. Viertelfinal war am längsten in Gang. Simi und André kämpften verbissen um jeden Punkt. Am Ende musste sich Simi nach Verlängerung im vierten Satz geschlagen geben.
Nun kamen die Halbfinals:
Stangl gegen Marcello und Raffi gegen André.
Ich war ja schon vor zwei Jahren im Halbfinal des Chlausturniers, hatte dort aber klar gegen den unterklassierten Ramon verloren.
Diesmal traf ich wieder auf einen erfahrenen Spieler, André. Der erste Satz war eine knappe Sache und mit viel Glück konnte ich diesen dank Netzroller 11:9 gewinnen. Den zweiten und dritten Satz gewann ich dann aber glücklicherweise klar mit 11:5 und 11:6.
Im anderen Halbfinal tobte es immer noch wild umher: Marcello gewann den ersten Satz, Stangl den zweiten und dritten, Marcello den vierten Satz. Der fünfte Satz war im Gang. Marcello hatte pro Satz einen Punkt Vorsprung, aber dieser war schnell weg. Am Schluss führte Stangl 10:8, Marcello holte mit einem Vorhandtopspin das 10:9. Beim nächsten Punkt genau das gleiche, nur mit dem Unterschied, dass Marcello diesmal den Ball nicht richtig traf, was den Sieg für Stangl bedeutete.
Das Final hiess also Stangl gegen Raffi.
Zuerst wurde aber noch das Spiel um den 3. Platz ausgetragen, André gegen Marcello. Die beiden kämpften fünf Sätze lang. Am Schluss konnte sich André mit 13:11 gegen Marcello durchsetzen.
Ich war unterdessen schon nervös geworden und war froh, endlich spielen zu dürfen. Stangl hatte mich in der Pause mehrmals gebeten, ihm bitte einen Satz zu schenken. Natürlich lehnte ich ab, ich erwartete sowieso einen 5-Satzkrimi oder so. Aber dem war dann nicht so. 11:6, 11:8, 11:4 war das Schlussresultat und der Grund, warum ich hier diesen Bericht verfassen muss (darf). Ja, es lief mir ziemlich gut und Stangl war wohl doch etwas müde angesichts seiner kurzen Nacht ;) . Ich bin jedenfalls sehr glücklich, zum ersten Mal ein clubinternes Turnier gewonnen zu haben und ich freue mich schon auf das nächste Chlausturnier!
An dieser Stelle auch ganz herzlichen Dank an Wädi, der das Turnier super geleitet und auch feine Preise für die Sieger organisiert hat ! Merci velmal!
Raffi
[Ein Dankeschön auch an die Familien Hug und Ammann für die Organisation des lecker-gemütlichen Chlaushocks am Samstag Abend - Simon]
Die bisherigen Gewinner der clubinternen Turniere: "TTCB Hall Of Fame".

